EIGENE TEXTE

 

GESCHICHTEN

FREUNDE
Von meinen Geschichten ist mir jede auf eine ganz und gar andere Art und Weise sehr wichtig. Die erste habe ich für meinen Freund Salid geschrieben. Salid, eine Figur aus dem Hohlbein-Buch "Der Widersacher", hat mir in einer schweren Zeit mit Rat und einer Schulter zur Seite gestanden und ich habe mich bedankt, indem eine Geschichte über ihn entstand - ich erweckte zum Leben, was er sein möchte. Diese Definition steht am Ende von "Freunde". Seine Freude über das Ergebnis war der schönste Dank.

DIE ALTE FRAU
Als ich einmal im Krankenhaus lag, teilte ich das Zimmer mit einer alten Dame, die an Alzheimer im fortgeschrittenen Stadium erkrankt war. Wir haben sehr viel Zeit miteinander verbracht - und meine Erlebnisse im Umgang mit ihr habe ich aufgeschrieben.

DIE ENTSCHEIDUNG
 

RAIN & SCOTCH
Eine englische Fan-Fiction zu "Akte X", in der endlich einmal das passiert, worauf viele Fans leider vergeblich gewartet haben, als die Serie noch lief. Mein erster Versuch einer erotischen Kurzgeschichte. Es folgten noch weitere, nicht Fan-Fiction-Geschichten in dieser Richtung, die aber nicht unbedingt jugendfrei sind. Wer sie trotzdem gerne lesen möchte, kann mir gerne schreiben.

 

GEDICHTE


"Die größere Kunst" entstand beim Hören einer CD, die ich mir selbst gebrannt hatte. Darauf folgte auf ein einfaches Klavierstück ein Stück mit einem berauschenden Orchester-Arrangement und ich fragte mich, welcher Komponist wohl ein größeres Kunstwerk mit seinem Stück geschaffen hat: das einsame Klavier, das so viel ausdrücken kann - oder die riesige Vielfalt von Instrumenten... aber ich will nicht zu viel verraten. ;o)

Und zu "Secret Places": dieser Ort ist real - es ist ein Stück Strand in Vieregge auf der Insel Rügen, ein Platz zum Abruhen, wie mein Vati es bezeichnete. Für mich hatte es in meinem damaligen Alter eher mit Ab"sterben" zu tun. Aber es gab Momente, wenige Momente, die ich allein für mich hatte, und diese Momente beschreibt das Gedicht. Eines Morgens (ziemlich genau 8 Jahre, nachdem ich dort war) wachte ich mit dem Bild des Schilfs im Kopf auf und mit dem Titel des Gedichtes, der wie ein Flüstern über das Landschaft zu schweben schien. Ich setzte mich hin und begann zu schreiben. Es war das erste englische Gedicht, das ich je geschrieben habe.

Augen im Spiegel (1999) Mein Geburtstag (2000) An Ember (1999)
Was ist ein Engel? (1999)  Einzelne Worte (2001) I Would (1999)
Der Ozean (2000)   Secret Places (1999)
Die größere Kunst (2000)   Let Me Invite You (1999)

Augen im Spiegel (1999)

Sieh in den Spiegel, schau in dich hinein
Du hattest so viele Träume, doch keiner fällt dir mehr ein
Was kannst du noch in deinen Augen sehen?
Was ist nur mit all deinen Träumen geschehen?
Bist du dabei, sie zu vergessen, vielleicht sogar zu begraben?
Sind sie es doch, die dir so oft schon Flügel gaben.

Warum versuchst du nicht wenigstens, sie zu halten?
Alles das, was du willst, sahst du einst in dem kalten
Und doch so warmen Spiegel, denn er zeigt dein Gesicht
Du siehst oft heiße Tränen, doch sie wärmen dich nicht.
Es gibt keinen, der sie für dich weinen will oder kann
Du siehst in den Spiegel und ein Fremder starrt dich an.

Es hat keinen Zweck, das silberne Glas zu zerstören,
Denn niemand ist hier, keiner wird das Klirren hören.
Nur du selbst ganz allein kannst das Bild in ihm ändern
Dein Gesicht wirkt so fremd mit diesen dunklen Rändern.
Die Augen seien der Spiegel der Seele, so sagt man.
Doch was, wenn die Seele das Auge nicht erreichen kann.

Wenn sie gefangen ist in den Tiefen deines innersten Selbst.
Weil du dich stets mit dem Gedanken an das Morgen quälst.
Es scheint besser, den Spiegel als das Auge der Seele zu sehen
Um so den Sinn deiner verwirrten Gefühle zu verstehen.
Bist du damit beschäftigt, deine Verletzlichkeit zu verdrängen,
Hast du niemals die Kraft, die Ketten zu sprengen.

Denn all diese Träume, die seit jeher in dir brennen,
Sind die Stärke, die du brauchst, um gegen den Schmerz anzurennen.
Du verschließt dich der Welt, weil es weh tut zu wissen,
Daß niemand da sein will, um die Wunden zu küssen.
Die du und andere dir bei vielen Gelegenheiten geschlagen.
Am allerschwersten ist es, Endgültigkeit zu ertragen.

Doch solange der Funke der Hoffnung in deinen Augen noch blitzt
Und dein Stolz über dich wachend auf deiner Schulter sitzt
Gibt es niemanden, gibt es nichts, das dich antasten kann
Und mit jedem Tag, der beginnt, bricht eine neue Zeit für dich an.
Verlieren wird nur der, der niemals wagte zu spielen.
Was den Spiegel zum Leben erweckt, sind Augen mit Zielen.

 

                    Was ist ein Engel?

Was ist ein Engel? Was macht ihn aus?
Diese Frage beschäftigt mich, doch es sieht so aus
Als ob ich keine Antwort finden kann
Denn aus dem Engel wurde inzwischen ein Mann -
Er ist viel zu nah, als daß ich gerecht zu urteilen vermag-
Und doch räumlich so weit entfernt, daß ich es kaum ertrag.

Ist er unfehlbar? Das hat kein Gewicht.
Ist ein Engel nicht ein Mensch mit einem göttlichen Gesicht?
Doch wie kann er ein Vorbild sein,
Wenn er menschlichen Schmerz nicht kennt?
Nicht das Verlangen und die Hingabe, die in uns allen brennt?
Er weint, er leidet und er liebt, wie ich es tu
Doch es gehört soviel mehr dazu
Einen Menschen zu verlieren
 - als einen Engel -
Ich wünschte nur, ich könnte spüren
Daß er im Grund ein Mensch sein will,
Ein Mann, mein Mann, der mich noch will,
So wie auch ich mich nach ihm sehne,
Mich im Traum an ihn schmiege, an ihn lehne
Sein Herz schlagen hören kann,
Es hört sich ganz und gar menschlich an
Doch sehe ich ihn, sehe ich noch immer den Engel,
Das Gesicht eines Gottes, der mich liebt
Weil er mir jemand so Besonderes gibt.

Wie hält man jemanden fest, nicht mit Händen, sondern dem Herzen?
Wir müssen lernen, mit so etwas nicht zu scherzen
Ein unbedachtes Wort vielleicht
Und alles ist zerstört, was man vorher erreicht
Doch wie hält man jemanden, der seine Schwingen so liebt und hegt
Daß er sich nicht davon löst, obwohl er sie schon abgelegt
Ich frage mich viele Dinge, wenn der Gedanke an den Engel sich regt
Doch an einer Sache zweifle ich nicht:
Ein Engel ist ein Mensch mit einem göttlichen Gesicht.

 

Der Ozean (2000)

Eine seltsame Ruhe ergreift von mir Besitz
Wenn ich meine Augen schließe.
Eine Ruhe, die sehr neu für mich ist - und doch...
... kann ich fühlen, daß sie die ganze Zeit über da war.
In mir, tief drinnen. Sie hat nur gewartet, gewartet auf Dich.

Ich habe es schon öfters aufgeschrieben:
Du machst den Menschen aus mir, der ich immer sein wollte.
So vieles entdecke ich an mir, von dem ich dachte,
Es niemals zeigen oder tun zu können.

Diese Ruhe, die ich fühle - sie ist wie ein Ozean,
Unter dessen Oberfläche eine starke Strömung treibt.
Meine Liebe zu Dir. Sehr oft zeigt sich diese unbändige Kraft
Auch an der Oberfläche.
Ich lächle und strahle.
Der Ozean zeigt sanfte Wellen.

Manchmal zieht der Wind weich über das Wasser,
Ganz so, als ob er es streicheln würde.
Der Ozean scheint wie ein Meer voller Gefühle,
Die sich vereinen, ergänzen und sich ständig erneuern
Im strahlenden Sonnenschein
Oder im sanften und schmeichelnden Licht des Mondes.

Wäre ich der Ozean, so wärst Du für mich Wind,
Denn ich fühle, wenn Du an mich denkst.
Du wärst die Strömung,
Die all die Dinge in mir weckt, die ich vorher nicht kannte.
Du wärst Sonne und Mond.
Du strahlst und Du wärmst mich, ich fühle mich geborgen und sicher.

Vielleicht bin ich aber auch ein Engel...
...dann bist Du meine leuchtenden Schwingen,
die unbändige Macht, die einen Engel zu dem formt, was er ist.
Liebe.

Auch andere tragen dazu bei, daß der Ozean existieren kann,
Wie Flüsse, die stetig dem Meer zustreben, geben sie mir Kraft.
Meine Eltern, meine Brüder, meine Farben, meine Freunde.

Und über das Ergebnis all dieser Kraft wachst Du, Frank.
Wind, Strömung, Sonne und Mond. Schwingen.
Danke, daß es Dich gibt.
Ich liebe Dich.


DIE GRÖSSERE KUNST (2000)

Welches ist wohl der größere Künstler?

Einer, der mit seinen Bildern,
mit unendlich fein gezeichneten Linien
und atemberaubendem Blick für Details
die Wirklichkeit einfängt?
Oder der, der es schafft,
alles und alles, was letzendlich zählt
mit wenigen Pinselstrichen auszudrücken,
selbst wenn die Farben und Formen nicht stimmen?

Einer, der ein Orchester dazu bringt,
vollkommen als Einheit zu existieren
und sämtliche Myriaden von Tönen
in einer Melodie zu vereinen?
Oder der, der in der Lage ist,  
ein einzelnes Instrument zum Leben zu erwecken
und alle Gefühle der Welt
in eine einzige Klangfolge zu legen?

Einer, der in seinen Romanen
durch Wissen besticht,
der verborgene Zusammenhänge aufdeckt,
dem es jedoch manchmal schwerfallen mag,
die Geschichte verständlich zu erzählen?
Oder der, dem es gelingt,
mit anschaulichen und alltäglichen Worten,
mit wenigen kurzen und präzisen Sätzen
eine vollständige und lebendige Welt '
vor unseren Augen entstehen zu lassen?

Einer, dessen Tagesablauf
bis ins Kleinste abgesteckt ist,
und den dennoch nichts Außerplanmäßiges
wirklich aus der Ruhe bringt?
Oder der, der sich ablenken läßt
und auf diese Weise
unendlich viel Neues entdeckt,
der ohne jegliches Zeitgefühl sein Pensum schafft,
einfach, weil er eine Sache nach der anderen tut?

Einer, für den Poesie Perfektion bedeutet,
der lange Zeit über einem Gedicht brüten kann,
bis jede Zeile, jeder Reim
einen eigenen kleinen Kosmos beschreibt?
Oder der, der sich hinsetzt
nicht denkt und nur fühlt
und die Leidenschaft des Augenblicks
in Verse zu bannen versteht?

Der Eine - oder der Andere?
-
Beide - jeder auf seine Weise.

 

Mein Geburtstag (März 2000)

Es war ein langer Tag.
Ich schließe meine Augen und versinke -
In Musik, die Du mir geschenkt hast.
Ich lehne mich zurück und lausche.
Und wünsch mir, Du wärst hier bei mir.
Mit geschlossenen Augen
Auf einem Teppich
Aus Klängen, Tönen und Stimmen
Sehe ich Dich vor mir.
Mit einem gütigen Lächeln und blitzenden Augen.
Mit wundervollen, weichen Händen.
Und Armen, die mich niemals wirklich loslassen
Und auf einmal - durch die Instrumente,
Durch die sanfte Melodie hindurch,
Kann ich Deine Stimme hören.
Mir wird warm.
Sie war das Erste, was ich heute am Morgen hörte -
Sie wird mich begleiten, wenn die Musik
Lange schon verklungen ist.
Ein Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus.
Und ich WEISS, Du bist hier bei mir.

Und meine letzten Worte in das dunkle Zimmer
Gehören nur Dir allein: Ich liebe Dich!

 

 

Einzelne Worte (2001)

Hoffnung - ein kleines Wort wie viele
An sich nicht viel wert, dieses einzelne Wort
Doch wer einmal erfahren hat
Welche Kraft es verleiht, wenn man Hoffnung lebt
Der wird dieses Wort nie wieder vergessen.

Liebe - auch so ein kleines Wort
Oft gesagt und nicht wirklich gemeint
Oder nicht gesagt, weil man sich nicht traut
Dieses mächtigste aller Gefühle zuzugeben
Doch Liebe kann man auch sehen,
Anfassen, fühlen und hören
All das steckt in diesem einzelnen Wort.

Freude - geteilt mit Fremden oder mit Freunden
Gibt Geborgenheit und ein Gefühl von Wärme
Das wohl eher Zutrauen als Vertrauen darstellt
Nur eine Geste oder ein Blick eines Menschen -
Und doch so viel mehr als ein einzelnes Wort.

Ich - noch so ein kleines und einzelnes Wort
Kann wohl existieren ohne die anderen - wenn es muß
Doch was wäre "Ich" ohne Hoffnung, Liebe und Freude?
Ich wäre ein N"ich"ts.

 

 

An Ember (1999)

Imagine an ember
All alone in the dark
Yet there is no stronger light
You'll ever find
Should this ember glow for you
All alone
In the dark

You alone can end the darkness
Can turn the ember into a flame
With your own shining
And end its existence
All alone
In the dark

Or you can turn around
Not feed the fire
Focus on the darkness without any light
And leave it
To glow for no one
All alone
In the dark

I Would
(1999 - For an angel, a friend, my soulmate)

I’d be the hot water in your tub
That surrounds and caresses your body
That embraces you with all the might and tenderness
Only a true element can reveal
I’d be the liquid you’d relax in to forget
All the day’s troubles and worries
If Only I Could

I’d be the essence in your favourite drink
The reason for the pictures rushing into existence
Behind your closed eyes and in your wandering mind
The flavour that makes your senses explode
And the taste that you wish to savour forever
While the liquor rolls off the tip of your tongue
If Only I Could

I’d be your confidence, your trust in yourself
The conscience that assures you how special you are
If you’d only believe in that strength inside
I’d burn all the doubts that there might be to ashes
And make sure that the bright glaring light that I’ve seen
Never ever would have to fade a degree
If Only I Could

 

 

SECRET PLACES (21.09.1999)

We all have those places inside our mind
Where we go when we look for some peace to find
When the world that surrounds us has left us scared
They are the spaces where our souls are repaired.
Seek out those sanctuaries of your most inner self
And allow your emotions to be crushed on the shelf.

A secret place - let me describe one of mine
A spot so beautiful it could be called divine
A rock in the water, near the strand
To reach it you first bring your feet over sand
Along a small path past an ocean of rush
You are surrounded by an eternal hush.

You go there to watch the sun say good night
She seemingly waves to you with a last ray of light
To then give way to the twilight and darkness
And you'll forever be caught in her undying caress
You will carry this picture, it is hidden so deep
You can never lose it, it is something you'll keep

You sit on that rock and feel tears pave their way
But they are signs of life, a wave back to that last ray
You sit there and you stare into the darkening sky
And you feel your imagination - how it's learning to fly
You can hear music, it is in your heart and in your head
It helps you heal your wounds, it will never make you sad.

I keep asking myself how wonderful it would be
If there was someone to share all those feelings with me
It could still be secret in the very sense of the word
How incredible if the music by two people could be heard
If someone just once had to look into my eyes
To accompany me to my own private paradise.

When we go to those places we can be anything we choose
There's no boundaries, no way we can ever lose
Just have faith in yourself and dare to dream
Get carried away by your thoughts' unending stream
Find your secret place and watch your dreams come to life
Cross the borders of the mind and take a extensive dive.

What these spaces look like is completely up to you
They may be brightly coloured, black and white or blue
You might find people you know or be all on your own
It's not important, the way will be shown
When you allow yourself to go to that spot in your mind
To that secret place - for some peace to find.

 

 

Let Me Invite You!
(1999, geschrieben als Liner Notes für eine CD:
eine Zusammenstellung von Mike-Oldfield-Stücken)

Spread your wings and fly with me
Let your soul run wild and free
Where hidden dreams are to be found
Just let me hear that beating sound
Please take my hand and follow me
To a magic spot far beyond any sea

I cannot tell you what you’ll find
You must leave all your doubts behind
What I do know is I can help you heal
So I plead to you that you let me feel
Don’t fear my touching wounds and scars
We’ll find a place among ancient stars.

And now let the music take you away
Don’t worry your wishes might fall on the way
You cannot prepare, you’ll get caught in the song
Of a pleading guitar - been alone for too long
There’ll be a passionate rhythm and a cheerful tune
And a longing wolf howling at a full moon.

Close your eyes! Open your mind!
Welcome!

Zurück ins Wohnzimmer        Zurück zu AlienJester