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AUF DIE OHREN

Ich für meinen Teil bin mit Musik groß geworden. Meine erste bewußte Musik war das Electric Light Orchestra. Damals, Ende der 70er noch mit Plattenspieler und Kopfhörern, entdeckte ich die Popmusik mit Jeff Lynne und seinen Synthesizer-Klängen. Diese Liebe ist bis heute geblieben und obwohl auch meine Plattensammlung so Manchen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen läßt, wenn er/sie meine Sammlung sieht, ist für mich immer eines wichtig: ich folge keinem Trend, sondern nur meinem Ohr und den Gefühlen, die Klänge, Instrumente und vor allem Stimmen in mir wecken.
So finden sich UB40 neben Erasure, Rondó Veneziano neben Metallica und Scooter neben Mike Oldfield, Garth Brooks oder oder oder... Meine große Liebe gilt Soundtracks, vor allem instrumentaler Filmmusik, die ich zwar sammle, aber nicht zwingend nach Komponist, sondern auch hier rein nach Gefallen.

IN MEMORIAM führt Euch auf eine Extraseite, wo Musikern/Sängern/Komponisten gedacht wird.


Ganz am Ende haben wir diverse Top-Listen zusammengestellt, darunter auch meine liebsten 200 Lieder aller Zeiten. Aber vorher gibts mal einige aktuelle Tips für Alben, die in meinem Player ständig rauf und runter laufen. Ja, Ihr lest richtig, ich bin noch eine dieser altmodischen Personen, die CDs kauft und sich nicht alles Mögliche aus dem Internet herunterlädt.

BACKSTREET BOYS: NEVER GONE (2005)
WOW! Schon als ich "Incomplete" vor Monaten im Radio gehört habe, war es ein absolutes Seuchenlied, das mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Und dann singt auch noch AJ - was will ich mehr? Aber das restliche Album hat meine Erwartungen - und auch Hoffnungen - bei weitem übertroffen! Ein erstklassiger Mix aus Pop, Rock und Soul. Sehr viele Gitarren, experimentelle und strahlende Harmonien und viel Gefühl, wie man es von den Backstreet Boys gewohnt - aber ohne Schwulst und Teenie-Hysterie-Feeling, sondern reif und einfach wunderschön. Es fällt erfreulich selten das Wort "girl", sondern wird in erwachseneren Texten ersetzt durch "lady" oder "woman".

Ab in den Player, Kopfhörer auf und aufdrehen. Bei jedem Stück entdeckt man eine neue Stimme über oder unter dem, was man vom vorigen Hören schon kennt - und die Herren sind stimmlich absolut auf der Höhe, allen voran natürlich der soul- und rocklastige AJ McLean. Auch Brian hat scheinbar singen gelernt und muß sich nicht mehr jeden Ton rausquälen. Klein-Nick ist zwar etwas mopsig, die Stimme hat aber nicht darunter gelitten. Viel zu wenig hört man immer noch Kevin und Howie, aber sie stechen manches Mal aus dem Chor heraus. Absolute Anspieltips: "Song for the Unloved", "Climbing the Walls" und "Beautiful Woman".
 


HANS ZIMMER & JAMES NEWTON HOWARD: BATMAN BEGINS (2005)
Batman begins unterscheidet sich sehr von allen anderen Batman-Soundtracks. Das eigentliche Thema hatte seinerzeit Danny Elfman dem Fledermausmann auf den Anzug geschneidert, aber so wie der Film um die Anfänge anders ist, ist auch die Musik eine ganz andere.  Beschreiben kann ich die Musik eigentlich nicht wirklich, vor allem, weil ich den Film noch nicht gesehen habe. Allerdings meine ich die Stimmung zu erkennen und auch ab und an Fledermäuse und sonstige "unterirdische Sequenzen" herauszuhören. ;o)  Mystisch und eigenwillig, erinnert sie mich an vielen Stellen an ähnlich düstere Filme (und Soundtracks) wie "Van Helsing" oder "A League of Extraordinary Gentlemen". Meiner Meinung nach hört man eher Howard als Zimmer heraus.
Bitte von den eigenwilligen Titeln nicht verwirren lassen. Meine Anspieltips sind einfach: alle Stücke, die mit "M" beginnen, also: "Myotis", "Macrotus" und "Molossus".


JUANES: MI SANGRE (2005)
Immer mal wieder schafft es ein "Exot", an seinen Erfolg im Heimatland und den umliegenden, meist gleichsprachigen Ländern auch in anderen Ländern anzuknüpfen. So auch Juanes, der aus Kolumbien stammt. Ich bin bei weitem kein Kenner oder auch nur Liebhaber der Latino-Musik, sondern es muß schon viel zusammenkommen, daß mich so ein Lied mal "anmacht". Dabei gehe ich nicht nach Tanzbarkeit oder Partytauglichkeit, sondern so langsam merke ich, daß ich nicht stillsitzen kann und der Rhythmus ganz schnell ins Blut geht. So war es bei seinem letzten Album mit dem Ohrwurm "A dios le pido" und so ist es mit "La camisa negra" vom aktuellen Album. Juanes bleibt zwar größtenteils bei einer flamencogitarrenlastigen und ursprünglichen Musik, aber er streut auch ungewöhnliche andere Musikrichtungen ein. Ein weiterer Bonus ist auch bei ihm die Sprache, die eben einfach nicht alltäglich ist und schon ein Gefühl von Urlaub und Fernweh aufkommen läßt. Anspieltips neben dem "Schwarzen Hemd" - "La camisa negra": "Nada valgo sin tu amor", "Lo que me gusta a mi" und "Volverte a ver".

HANS ZIMMER: THUNDERBIRDS (2004)
Schon während des Vorspanns und noch bevor ich den Namen des Komponisten gesehen hatte, wußte ich, daß "Thunderbirds" mein nächster Muss-haben-Soundtrack werden würde. Bereits das erste Stück macht einfach Spaß! So abwechslungsreich wie die Themen, die im Film "Thunderbirds" vorkommen, ist auch die Musik. Spannung, Abenteuer und ein Anflug von Romantik mischen sich mit den Hula-Themen einer tropischen Insel und den gefährlichen Missionen der Familie Tracy; die Musikstücke sind durchzogen von Countdowns und 'spacigen' Soundeffekten, die sich aber insgesamt wunderbar in ein unterhaltsames Gesamtbild einfügen. Immer wieder erscheint das mitreißende Thunderbirds-Thema in den unterschiedlichsten Variationen, mal von Streichern oder Bläsern, mal mit Flöte. Ohne den zugehörigen Film könnte man den Score auch ohne Weiteres einem Piraten-, Abenteuer- oder Zeichentrickfilm zuordnen, so lebendig und vielseitig sind die Stücke. Der Thunderbirds-Soundtrack ist meiner Meinung nach die bisher ungewöhnlichste Filmmusik von Hans Zimmer. Zwar ist seine Musik generell sehr abwechslungsreich, von "Rain Man" über "König der Löwen" bis hin zu "Mission: Impossible II", aber für mich persönlich ist "Thunderbirds" sein bester Soundtrack. Ja, man hört die "Pirates of the Carribean" heraus, die Filmmusik, die er ursprünglich begonnen und dann nicht fertiggestellt, sondern an Klaus Badelt übergeben hat. Aber warum denn auch nicht? Wem die "Pirates..." gefallen haben, der wird um "Thunderbirds" nicht herumkommen. Unbedingter Anspieltip: das neu arrangierte Thema der Original-Fernsehserie und das Schlußlied der Londoner Shooting-Stars BUSTED: "Thunderbirds are go!".


GREEN DAY: AMERICAN IDIOT
Das neue Album der Punkrocker ist nicht unbedingt das, was man von Green Day erwartet. Zwar hatten auch schon frühere Lieder sozialkritische Texte, aber mit diesem durchgehenden, einstündigen "Machwerk" singen sie sich viel vom Herzen, was ihnen an ihrem Heimatland Amerika mißfällt. Die ausgekoppelte Single "Boulevard of broken dreams" ist ein sehr ernstes Stück in bewährter Green-Day-Manier, aber doch auch wieder nicht. In genau dem gleichen Stil, mit immer wiederkehrenden Personen aus anderen Liedern, ist das ganze Album gehalten. Nüchtern und erwachsen einerseits, auf der anderen Seite aber auch immer noch wild und rebellisch, liefern Green Day mit ihrem neuen ihr meiner Meinung nach bisher bestes Album ab. Laut und schnell, aber auch melancholisch und nachdenklich; voller Kraft und ein bißchen ernsthafter, weniger verspielt, soweit man das von einer Punkrockband überhaupt sagen kann. Ein sehr empfehlenswertes Album.

 

O-ZONE: DISCO-ZONE (2004)
Gleich zu Anfang die volle Dröhnung. "Dragostea din tei" ist bekanntlich eine Seuche für jedes Trommelfell und geht einem nicht mehr aus dem Kopf - aber das Album DISCO-ZONE ist voll solcher Ohrwürmer. Mal ganz davon abgesehen, daß die Kerls auch noch schnuckelig aussehen - Rumänisch ist einfach genial und nach meinem einmaligen Single-Ausflug Scooter: How much is the fish? ist "DISCO-ZONE" das erste Dance-Album (was auch immer das heißen mag), das ich mir gekauft habe. Und ich hoffe, es gibt noch VIELE VIELE mehr davon! Ebenfalls empfehlenswert: die Single mit 5 Mixes - eines schlimmer als das andere!! Seuche, sag ich nur! Und als nette Zugabe auf Single und CD gibts auch was fürs Auge, nämlich das Musik-Video zu "Dragostea din tei".

LIVE: BIRDS OF PRAY (2003)
Das bisher noch aktuelle Album der amerikanischen Rockband ist insgesamt mein liebstes. Sicher gibts wie immer welche, die sich beschweren von wegen soft geworden usw., aber das sind in der Regel auch die ersten, die sich beschweren, wenn eine Platte genauso klingt wie der Vorgänger. In meinen Ohren ein sehr hörenswertes Album, die Stimme von Songschreiber und Frontmann Ed Kowalczyk ist so charismatisch wie der Typ selber. Empfehlen kann ich Euch aber auch die anderen Alben, allen voran "LIVE V", "THROWING COPPER" und "THE DISTANCE TO HERE". Toll, das sind dann auch schon fast alle.

CHER: THE VERY BEST OF
... die Hunderttausendste. Wer sich nur ein einziges aus der Fülle von Cher-Best-Of-Alben zulegen möchte, der kauft sich am besten dieses: meines Erachtens die beste und einzige Best-Of, die wirklich ALLE Facetten einer unglaublich begabten Künstlerin abdeckt. Es finden sich neue Sachen aus den letzten Jahren genauso wie Juwelen von vor 40 Jahren auf zwei voll gepackten CDs. Dazu passend gibts die DVD der "Farewell"-Tour, auf der zwar mehr Show als Musik zu finden ist, aber die Bilder spiegeln ebenfalls eine jahrzehntelange Karriere in TV, Film und auf der Bühne wider. Und sie ist einfach die beste aller Diven! 

JAMES NEWTON HOWARD: PETER PAN (2003)
Sicher wird der Soundtrack immer wieder mit John Williams "Hook" verglichen. So ist das nun mal, wenn zwei Hollywoodfilme mit gleichem Thema gedreht werden. Aber ich finde, daß sich JNH auf keinen Fall hinter dem "allmächtigen" Williams verstecken muß. Meiner Meinung nach ist "PETER PAN" um vieles märchenhafter und verspielter als sein Vorgänger, was sowohl Film als auch Musik angeht. Beim Hören entsteht eine Stimmung, in der man fast fühlen kann, wie der Elfenstaub in der Nase kitzelt und wo die Magie von Neverland beinahe greifbar wird. Unbedingter Anspieltip: Fairy Dance

ALAN SILVESTRI: VAN HELSING
Die Musik ist eindeutig besser als der Film. Kennt Ihr Beides noch nicht, dann kauft lieber den Soundtrack und ein Poster von Hugh Jackman. Alan Silvestri ('Mouse Hunt', 'The Mummy Returns') beweist einmal mehr, welch grandiose Orchesterarrangements er schreiben kann: eine Mischung aus "Batman" und der Heraufbeschwörung düsterer Legenden. Für Silvestri-Fans ein absolutes Muß, für alle anderen eine Bereicherung der Plattensammlung. :o)

   

Jesters Top 30 Alben of all time
 

Air: Moon Safari
Enigma: The screen behind the mirror
Phil Collins: Face value
Genesis: Selling England by the Pound
Genesis: ABACAB
Jethro Tull: Stand up
Jethro Tull: Aqualung
Jethro Tull: Catfish rising
Jethro Tull: A little light music
Kraftwerk: Die Mensch-Maschine
Marillion: Misplaced childhood
Marillion: Clutching at straws
M-People: Bizzare fruit
Pink Floyd: Wish you were here
Pink Floyd: Pulse
Rush: A show of hand
Rush: Farewell to kings
Rush: Hold your fire
Saga: Detours
Saga: Worlds apart
Klaus Schulze: Irrlicht
Styx: Kilroy was here
Tangerine Dream: Poland
Tangerine Dream: Tournado
Tangerine Dream: Live Miles
Tangerine Dream: Alpha Centauri
VAST: Virtual Audio Sensory Theatre
ZZ Top: Afterburner
Peter Gabriel: Secret World (Live)
Linkin Park: Live in Texas

Aliens Top 30 Alben of all time   Aliens Top 30 Top Soundtracks of all time

 

Bob Dylan: Pat Garret & Billy the Kid

  Armageddon - Complete Score (Trevor Rabin)
Def Leppard: Hysteria   Bram Stoker's Dracula (Wojciech Kilar)

Dire Straits: Brothers in Arms

  Chocolat (Rachel Portman)
E.L.O.: Out of the Blue   Die unendliche Geschichte (Klaus Doldinger)
E.L.O.: Time   Dragonheart (Randy Edelman)
Enya: The Celts   Everest (IMAX-Film / Various)
Erasure: The Innocents   Evolution (John Powell)
Garth Brooks: Sevens   Jurassic Park (John Williams)
Jethro Tull: Heavy Horses   K-Pax (Edward Shearmur)
Jethro Tull: The Broadsword and the Beast   Little Shop of Horrors (H. Ashman, A. Menken)
LIVE: Birds of Pray   Myst - The Soundtrack (Robyn Miller)
LIVE:   Peter Pan (James Newton Howard)

Marty Friedman: Scenes

  Pirates of the Caribbean (Klaus Badelt)
Metallica: Metallica (Black Album)   Riven - The Soundtrack (Robyn Miller)
Metallica: ReLoad   Shakespeare In Love (Stephen Warbeck)
Mike Oldfield: Tubular Bells 2003   Shrek (Various)
Mike Oldfield: Tubular Bells II   Songs In The Key Of X (Various)

Mike Oldfield: Tubular Bells III

  Star Trek: Insurrection (Jerry Goldsmith)
O-Zone: Disco-Zone   Star Wars - Return of the Jedi Special Edition (John Williams)
Queen: A kind of magic   The Burbs (Jerry Goldsmith)
Queen: A night at the opera   The Devil's Own (James Horner)
Richie Sambora: Stranger in this town   The Last Unicorn (America)
Ronan Hardiman: Feet of Flames   The Man In The Iron Mask (N.G. Smith)
Ronan Hardiman: The Lord of the Dance   The Prince Of Egypt (S. Schwartz, H. Zimmer)
Runrig: The Cutter and the Clan   The Rock (N.G. Smith, H. Zimmer, H.Greg.-Will.)

Tom Petty and the Heartbreakers: Into the Great Wide Open

  The Three Musketeers (Michael Kamen)

Tom Petty: Full Moon Fever

  Titan, A.E. (Various)
Traveling Wilburys Vol. 1   Titanic (John Williams)
UB40: Labour of Love II   Twister (Mark Mancina)
Wings: London Town   Young Sherlock Holmes (Bruce Broughton)

Und jetzt - ja, jetzt bleibt "nur noch" die Kleinigkeit von 200 Stücken, die ich als meine 200 liebsten Stücke to date ansehe.
Ich habe mir die Frage gestellt: Wenn ich für den Rest meines Lebens nur noch 200 Stücke hören dürfte, welche würden das in etwa sein?
Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden, auch wenn die eigentlich recht große Zahl von 200 Liedern erschreckend wenig ist, wenn man wie ich mehr als 1300 CDs im Regal stehen hat, darunter unzählige "Best Of"-Alben, wo eine Auswahl schon von Natur aus schwerer fällt. Wenn Ihr mal Zeit und Muße habt, dann überlegt mal, wie viele Tausend Lieder Ihr in Wirklichkeit kennt. Es sind echt Unmengen... Und dabei, denke ich, ist meine Sammlung noch nicht mal sonderlich groß. Oder?  Wie auch immer: mit Klick aufs Bild (A-Z links, Soundtracks rechts) kommt Ihr zu meinen All-Time-Favourite 200.

 

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